Europäische Wertestudie (EVS)


Worum geht es im Projekt?

Die Europäische Wertestudie ist ein europaweites Forschungsnetzwerk, das die „European Values Study“ (EVS) erhebt. Diese Studie untersucht Werte und Einstellungen zu den Lebensbereichen Arbeit, Familie, Religion und Politik. Zudem werden detaillierte soziodemographische Angaben über Alter, Herkunft, Bildung und ähnliches erfragt.

Die Anzahl der teilnehmenden Länder hat sich von anfänglich 15 europäischen Ländern auf mittlerweile 47 teilnehmende Staaten der EU und angrenzender Regionen erweitert. Bisher wurden vier Erhebungswellen in den Jahren 1982, 1990, 1999 und 2008 durchgeführt. Seit 1990 ist mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung ein österreichisches Forschungsteam an der Europäischen Wertestudie beteiligt.

2017 wird eine neue Welle der Europäischen Wertestudie erhoben. Das übergreifende Thema lautet in diesem Jahr: Europäische Identität und Solidarität.

© Universität Wien/ derknopfdruecker.com

News

Die Umfrage aus dem Jahr 2018 wurde von IFES mittels face-to-face Interviews (CAPI) durchgeführt. Die Leitung hatte Sylvia Kritzinger von der Universität Wien inne.

Die Feldphase ist bereits abgeschlossen und fand zwischen dem 10. Jänner 2018 und dem 19. April 2018 statt. Insgesamt wurden 1.948 Personen interviewt. Davon entsprechen 1.644 Personen dem EVS-Main sample, das jene Stichprobe ist, die auch im offiziellen Datenrelease seitens der EVS/GESIS enthalten sein wird. Weitere 304 Personen entsprechen dem Oversample von Personen mit türkischem oder bosnisch-kroatisch-serbischem (BKS) Migrationshintergrund, welche jene Teilmenge der Stichprobe ist, die nur für interne Zwecke und Publikationen verwendet wird und nicht Teil der österreichischen Daten für den Release seitens der EVS/GESIS ist.

Im Erscheinen

Werte und Wertewandel 1990-2018 Buch

Zu Beginn des Jahres 2019 wird ein Sammelband namens „Werte und Wertewandel 1990-2018: Ergebnisse der European Values Study“ erscheinen. Dieses Buch behandelt den Begriff Werte aus interdisziplinärer Perspektive (Theologie, Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaft, und Psychologie) und deckt Schwerpunkte wie die Arbeitswelt, Familie, Partnerschaft und Geschlechterverhältnisse, Religion, Politik und Demokratie, Diversität und sozialer Zusammenhalt, Identität, und Einstellungen zu Europa und EU ab.

In jedem dieser Bereiche analysieren Expertinnen und Experten ihrer Fachgebiete in den jeweiligen Kapiteln einerseits wie sich Werte in diesen Bereichen über die Zeit zwischen 1990 bis jetzt in Österreich gewandelt haben, welche Gruppen dabei besonders hervorstechen und wie der Wertewandel oder auch Wertestabilität erklärt werden können.

Das Zielpublikum dieses Buches orientiert sich sowohl an junge Studierende, Journalistinnen und Journalisten, als auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

MitarbeiterInnen

Projektleitung Univ.-Prof. Mag. Dr. Sylvia Kritzinger
MitarbeiterInnen Dr. Sanja Hajdinjak, BA MA
Josef Glavanovits, BA MA
Mag. Patrick Rohs, BSc
Dipl.-Theol. Judith Klaiber (ehem,)
Mag. Dr. Julian Aichholzer (ehem.)
Mag. Johann Gründl, Bakk. (ehem.)
Kooperation Univ.-Prof. Dr. Roland Verwiebe
Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Christian Friesl, MBA
Assoz.-Prof. MMag. Dr. MAS Regina Polak

Weiterführende Informationen

  • Auf der Webseite der European Value Study erfahren Sie alles zur Europäischen Wertestudie. Neben weiterführenden Informationen zur Studie selbst stehen Ihnen auch Downloads bisheriger Ergebnisse zur Verfügung.
  • Informationen zur letzten Erhebungswelle der Europäischen Wertestudie (2008) finden Sie hier
  • Auf der Bildungsseite des Atlas of European Values stehen Ihnen Karten zur Verfügung, die Einstellungen und Werthaltungen von EuropäerInnen zu verschiedenen Themengebieten (z.B. Religion, Politik und Familie) repräsentieren. Die Karten zeigen europäische Muster und Tendenzen auf und können auch für Bildungszwecke eingesetzt werden.

Laufzeit, Förderung und Unterstützung

Die Europäische Wertestudie 2017 läuft seit August 2015 und wird von August 2017 bis August 2019 vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (bmwfw) gefördert.